Unsere Pferdehaltung auf dem Wielandshof

Pferde sind, wie alle Tiere,
ein Wunder der Natur.

Perfekt geschaffen, um allen Widrigkeiten des Lebens im freien Grasland zu trotzen. Sie sind wachsam und reaktionsschnell, verfügen über eine hohe Klimatoleranz und sind als Herdentiere sehr soziale Wesen. Wenn der Mensch nicht meint, er müsste sie in kleinen Boxen, in geschlossenen Gebäuden einsperren; sie ihres natürlichen Wetterschutzes berauben, indem er ihnen das Fell abschert oder sie  in Decken zwängt; sie in Einzelhaft halten, bis sie die Sprache der Pferde verlernt haben und mit ihren Artgenossen nicht mehr harmonisch zusammen leben können.
Und das nur, weil es für den Menschen einfach bequemer ist, wenn er das Pferd aus seiner Box holen kann, statt es auf der Weide zu suchen;
wenn er sich keine Gedanken darüber machen muss, wie er das Pferd in eine Herde integriert; wenn das Tier ohne Mühe immer fein sauber ist, weil es sich nicht im Matsch wälzen kann; wenn er zu jeder Jahreszeit nach Belieben reiten kann, ohne Rücksicht auf ein dichtes Fell, das lange trocknen muss; wenn das Pferd beschlagen ist, statt Hufschuhe an- und auszuziehen.
Wenn Sie, Ihrem Pferd zu Liebe, auf diese  Bequemlichkeiten verzichten können, dann passen Sie in unsere Herde(n) !
Für uns ist es wichtig,
dass alle Pferde jeden Tag freie Bewegung in ihrer Herde haben, selbstverständlich auch im Winter - dann hat man manchmal richtig viel zu putzen, bevor man reiten kann; dass sie ihr eigenes Leben in ihrer Herde leben können, Freundschaften schließen und Vertrautheit erfahren; dass sie so leben können, wie die Natur sie geschaffen hat; dass sie Pferd bleiben dürfen, und nicht als Spielzeug, Statussymbol, Anziehpuppe, Sportgerät oder Pseudomensch missbraucht werden;
dass jedes Pferd mit seinen ganz individuellen Eigenschaften akzeptiert wird, was allerdings dort Grenzen findet, wo Menschen oder anderen Pferden Schaden zugefügt wird.
Wir haben uns bemüht, Ställe zu schaffen, in denen sich die Pferde wohl fühlen, und
die auch den unterschiedlichen Wünschen und Ansprüchen der Besitzer entsprechen.

Zur Zeit leben unsere Pferde auf dem Wielandshof in 4 verschiedenen Stallsystemen.

Hufeisen

 Alle unsere Pferde haben täglich freien Kontakt zu ihren Artgenossen. Damit es nicht zu schweren Verletzungen kommt, laufen alle Pferde an den Hinterhufen ohne Beschlag.
Wenn es zwingend erforderlich ist, können die Vorderhufe beschlagen werden.
Bei Wallachen, die Stuten besteigen, müssen auch die vorderen Eisen entfernt werden.
Allerdings dürfen wegen der Gummimatten in den Liegebereichen keine Vidia-Pins und Stollen verwendet werden. Weil alle Pferde täglich unter freiem Himmel laufen, haben sie im Winter auch immer wieder Kontakt zum Schnee. Dann sollten die Eisen entfernt werden, weil auch bei Verwendung von Hufgrip, das Aufstollen des Schnees unter dem Huf nicht ganz verhindert werden kann. Außerdem ist die Rutschgefahr mit Eisen höher als Barhuf. Die Erfahrung hat gezeigt, dass zum Reiten im Gelände meistens Hufschuhe für die Vorderhufe ausreichen. Mit etwas Übung dauert das Anziehen der Hufschuhe nur wenige Minuten. Was ist das schon, im Verhältnis zu den vielen Stunden, die sich das Pferd mit Eisen im Schnee auf dem Auslauf quält.

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