Fleischrinderzucht

Unsere Fleischrinder werden möglichst artgerecht gehalten. Sie leben den Sommer über in der Herde auf extensiv bewirtschafteten Weiden. Im Winter finden sie Schutz in einem Laufstall mit separaten Liegeboxen.
Es gibt eine reine Bullenherde und eine Herde mit Mutterkühen, Kälbern und einem Zuchtbullen.
Die Bullen verbringen den Sommer meistens auf den großen Weiden von Hof Hohenroth. Ende Oktober, wenn es zu kalt wird, ziehen sie in den Laufstall um.
Die Mutterkuhherde bleibt bei gutem Wetter und genug Futter bis weit in den November auf der Weide.
Mit fast einem Jahr sind die Kälber zu kräftigen Jungtieren herangewachsen, die keine Milch mehr brauchen. Deshalb werden sie im Stall von den Kühen getrennt. Bei diesen ist die Trächtigkeit zu dieser Zeit schon weit fortgeschritten und sie brauchen jetzt etwas Erholung vor der nächsten Geburt. 
Da der Bulle ab März frei in der Herde deckt, kommen die Kälber von Dezember bis in den Mai hinein zur Welt.
Die Jungbullen haben ein eigenes Stallabteil und fühlen sich in der Gruppe mit den anderen Jungs sehr wohl. 
Je nach Bedarf verbleibt eines der jungen Rinder als Zuchttier in der Mutterkuhherde. Die anderen Jungrinder werden an ausgesuchte Stammkunden, in gute Hände, verkauft.

  UnsereMutterkühe

       Wenn es unseren Tieren gut geht, 

       sind auch wir zufrieden!            

 Zur Zeit halten wir 10 Mutterkühe in unserem Grünlandbetrieb. Sie sind die ersten Tiere, die im Frühjahr auf die Weide gehen, weil sie den Pferden durch ihre Vorliebe für weiches, saftiges Gras eine perfekt vorbereitete Futterfläche hinterlassen. 
Die Kühe vertragen das eiweißhaltige Futter des frühen Aufuchses, im Gegensatz zu den Pferden, sehr gut, weil sie ihre jungen Kälber säugen.   
Ab Dezember werden die ersten Kälber geboren. Sie wachsen bis zum Beginn der Weidesaison in einer großen Kälberbox mit frei zugänglichem, überdachtem Außenbereich auf. 
Die Kühe haben dort keinen Zutritt, aber die Kälber können durch kleine Schlupftore jederzeit zu ihren Mütter gelangen. Aber oft müssen die Kühe ihre Kälber rufen, wenn die Milch im Euter drückt, weil die Kleinen viel Zeit mit ihren Geschwistern in dem geschützten Strohbereich verbringen.
Zur Mutterkuhherde gehört in der Weidesaison auch immer ein Bulle. Da wir für die Herde stets ruhige, umgängliche Bullen auswählen, gehen diese auch überaus vorsichtig und freundlich mit den Kälbern um. Wenn der Bulle aber seine Kälber bedroht sieht, wird er sie heftigst verteidigen, weshalb das Betreten einer Weide, auf der die Mutterkuhherde grast, äußerst gefährlich werden kann. 
Während die Mutterkühe das Leben auf der Weide recht ruhig angehen, ist es für die Kälber ein großes Vergnügen, mit ihren Geschwistern über die Wiese zu toben. Wenn die Kleinen ruhen, liegen sie gern in Gruppen zusammen, stets bewacht von den erwachsenen Tieren. 
Geht ein Kalb zu seiner Mutter, um Milch zu trinken, folgen meist nach kurzer Zeit die anderen, wobei sich manchmal auch zwei oder drei Kälber an einem Euter einfinden.  

Die Jungtiere bleiben über 10 Monate bei ihren Müttern. 

Erst wenn die Herde im Novenber wieder in den Stall kommt, werden sie getrennt.


Unsere Bullen

   Gegenseitiger Respekt ermöglicht 

   einen problemlosen Umgang, auch mit Bullen.

Unsere Bullen stammen überwiegend aus unserer eigenen Zucht. Nur gelegentlich kaufen wir einen guten Jungbullen aus Weideaufzucht, als zukünftigen Deckbullen, hinzu.
So wird Inzucht in der Herde vermieden.
Da wir die Tiere von Geburt an kennen und sie von Anfang an gut erzogen werden, sind sie im Kontakt mit Menschen freundlich und umgänglich.
Im Durchschnitt werden die Bullen mit ca. 2 Jahren geschlachtet.
Dies ist leider unumgänglich, wenn man Fleisch essen möchte.
Tiere leben in der Gegenwart, sie kennen keine Zunkunft.
Deshalb ist es für sie nicht entscheidend wie lange sie leben, sondern wie sie leben.
Ein gutes Leben für unsere Bullen bedeutet artgerechte Haltung mit so viel Freiheit wie nur möglich, Sonne, Regen und Wind spüren, das frische Gras der Weide schmecken, bei schlechtem Wetter Schutz finden, immer auseichend Futter und Wasser bekommen und anständig und fürsorglich behandelt zu werden, bis einschließlich der Schlachtung. 


Fleischverkauf

Wenn man Fleisch isst, sollte man es wertschätzen, weil ein Tier dafür sein Leben verloren hat!


Das Schlachten ist ein schwieriges Thema. Aber nur beim Schlachten im Herbst hat der Betrieb Einnahmen aus der Fleischrinderhaltung. Außerdem hätten wir jetzt nach über 30 Jahren mehr als 200 Tiere auf dem Hof, wenn wir nicht einige geschlachtet hätten.
Wir sind schon oft gefragt worden, wie wir den  Tiere essen können, die wir gekannt haben. Ja, das ist es doch gerade, wir möchten Fleisch von Tieren essen, von denen wir genau wissen, dass es ihnen in ihrem Leben gut ergangen ist, und sie ordentlich, ohne Qual und unnötigen Stress geschlachtet wurden.
Wir schlachten in einem kleinen Handwerksbetrieb, in kurzer Entfernung, nur mit Termin, damit die Tiere nicht unnötig im Anhänger stehen müssen und es ist immer eine den Tieren vertraute Person aus der Familie dabei, bis die Schlachtung beendet ist.
Wir möchten unsere Tiere nicht in großen Schlachthöfen schlachten lassen, mit langen Anfahrtswegen und Wartezeiten, in denen das Tier durch die Geräusche und Gerüche des Schlachthofes in Panik versetzt wird.
Eine Alternative wäre die Schlachtung vor Ort, im Stall oder auf der Weide, mit einer mobilen Schlachteinheit. Das wäre für die Tiere eine gute Lösung, vielleicht für die Zukunft.
Ein weiterer Grund, warum wir überwiegend das Fleisch unserer eigenen Tiere essen, ist die sichere Kenntnis darüber, welches Futter diese Tiere bekommen haben.
Wir sind kein Biobetrieb und wir haben kein Biofutter,
aber wir bemühen uns, unsere Tiere so zu ernähren, wie es von der Natur ursprünglich einmal vorgesehen war, nämlich mit Raufutter.
Im Sommer fressen sie ausschließlich Gras und im Winter Heu oder Heulage von extensiv  bewirtschafteten Wiesen, die statt mit Kunstdünger, nur mit unserem Wirtschaftsdünger, also Mist, Gülle und Jauche aus unserer Tierhaltung gedüngt werden. So bekommt der Boden das zurück, was ihm entnommen wurde, das nennt man dann nachhaltig wirtschaften. 
Zusätzlich bekommen die Tiere Mineralfutter in Form von Lecksteinen, aber kein Kraftfutter.
Aus diesem Grunde sind unsere Schlachttiere nicht besonders schwer, aber das Fleisch ist wunderbar mager, was unsere Kundschaft sehr schätzt.   
In der kalten Jahreszeit, im November/ Dezember und zusätzlich noch im Frühjahr, wird geschlachtet. Alle Interessenten, die auf unserer Liste stehen, werden dann über die Schlachttermine informiert.
Wir verkaufen in gemischten Vierteln an Käufergruppen, die sich das Viertel je nach Bedarf in 2 oder 4 Portionen aufteilen lassen. Vom Gewicht her liegt ein Viertel bei ca. 80 kg, ein halbes Viertel, also ein Achtel bei ca. 40 kg und die kleinste mögliche Menge, nämlich ein Sechzehntel bei ca. 20 kg.
Das Gewicht der Fleischportion ist dabei immer vom Gewicht des Tieres abhängig, so dass die kleinste Portion zwischen 17 und 23 kg liegen kann.
Eine gemischte Portion enthält von den Knochen und der Beinscheibe für die Suppe, über Hackfleisch, Gulaschfleisch, Braten und Rouladen bis hin zu Rump- und Filetsteaks alles, was an einem Tier dran ist, ausgenommen der Innereien.
Innereien wie Leber, Zunge, Herz und Niere und auch zusätzliches Suppenfleisch können immer separat bestellt werden.

   Falls Sie unser Fleisch einmal probieren möchten, rufen Sie kurz an (siehe Kontaktdaten)
oder besuchen Sie uns (bitte nach kurzer tel. Terminabsprache) einfach einmal.
Gerne beantworten wir Ihre Fragen, zeigen Ihnen, wie unsere Tiere leben und nehmen Sie auf Wunsch auch gerne in unsere Interessentenliste für Rindfleisch auf. 




Fleischpreise

Gemischtes Viertel mit Knochen      7,50 € pro kg
Gemischtes Viertel ohne Knochen   8,90 € pro kg
Auf zusätzliche Bestellung:
Suppenfleisch  7,50 € pro kg        
Leber   4,-- € pro kg 
Niere   2,-- € pro kg
Herz   5,00 € pro Stück